Qualifikation und Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein/ Hamburg

Aktuelle und künftige Potentiale und Engpässe, Handlungsbedarf für Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik

Die Studie wurde 2002/2003 vom Institut für Regionalforschung und vom Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH im Auftrag der Technologiestiftung Schleswig-Holstein erarbeitet. 


Projektleitung:
Prof. Dr. Johannes Bröcker

Bearbeitung:
PD Dr. Elke M. Geenen (F&E-Zentrum FH Kiel GmbH), Dr. Hayo Herrmann, Dipl.-Geogr. Christian Fischer 

Das Gutachten befasste sich mit der Frage, ob im Wirtschaftsraum Schleswig-Holstein/Hamburg in den nächsten Jahren Engpässe insbesondere bei höher qualifizierten Arbeitskräften zu befürchten sind, die sich zu einem Hemmnis des Wirtschaftswachstums in diesem Raum entwickeln könnten. In der gegenwärtigen Situation besonders rascher technischer und organisatorischer Veränderungen werden die Wurzeln für langfristige regionale Erfolge oder Misserfolge gelegt. Dabei ist die Verfügbarkeit von Humankapital ein entscheidender Standortfaktor. Die erhöhte Nachfrage nach gut ausgebildeten Arbeitskräften stößt auf Probleme auf der Angebotsseite, die sich aus der Verknappung öffentlicher Mittel im Bildungsbereich, der Trägheit öffentlicher Institutionen sowie dem demographischen Wandel ergeben.

Bezogen auf die Angebotsseite konzentriert sich die Studie im wesentlichen auf die Erstqualifikation der jüngeren Generation und ihre Konfrontation mit dem aktuellen und zu erwartenden Qualifikationsbedarf der Betriebe und Institutionen. Der Untersuchungsraum ist Schleswig-Holstein und Hamburg, das Bundesgebiet West bildet den Vergleichsmaßstab. Neben einer Beschreibung der aktuellen Situation und der Entwicklung etwa ab Mitte der 90er Jahre werden Prognosen mit einem Zeithorizont bis 2030 analysiert.

Die Studie geht zunächst getrennt nach der Angebotsseite (Schulabgänger bzw. Hochschulabsolventen) und der Nachfrageseite (Qualifikationsbedarf) vor. Im Anschluss werden die beiden Seiten zusammengeführt. Den Abschluss der Arbeiten bildet die Ableitung von Handlungsbedarf aus den identifizierten zukünftigen Qualifikationsengpässen.

Eine Kurzfassung wichtiger Ergebnisse ist hier im PDF-Format abrufbar.

 

Publikationen:

Ausgewählte Befunde der Studie wurden am 21. Oktober 2003 im Rahmen eines Workshops präsentiert und in einem Kreis interessierter Wissenschaftler, sowie wirtschafts- und bildungspolitischer Akteure diskutiert. Die schriftliche Präsentation der Ergebnisse ist Anfang 2004 durch die Technologiestiftung Schleswig-Holstein erfolgt. 

J. Bröcker, E. Geenen, C. Fischer, H. Herrmann: Qualifikation und Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein und Hamburg - Aktuelle und künftige Potenziale und Engpässe, Handlungsbedarf für Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik. Studien der Technologiestiftung Schleswig-Holstein, Kiel, März 2004.